Ungeschminkt und gut


Gerade bin ich bei pitchfork über die Sängerin Sharon Van Etten gestolpert und habe mir daraufhin ein paar Videos von ihr angeschaut.
Dabei fiel mir sofort auf, dass sie kein Make-Up trägt, nicht an den Augen, nicht auf den Lippen, nicht auf der Haut (zumindest hier keines das auffallen würde). Es gab mir zu denken, dass mir die Ungeschminktheit einer Frau in einem Video als eine Besonderheit auffällt, aber es ist tatsächlich ein ungewohnter und seltener Anblick (zumindest ungewöhnlich im Rahmen der Musikvideos, die ich sonst sehe).
Ich mag Make-Up, solange es als eben das bewertet wird, was es ist: Schminke, Farbe, Künstlichkeit und solange es nicht als „normal“ oder gar „natürlich“ gilt, dass eine Frau geschminkt zu sein hat. Beim Blog „Klirr“ wurde sehr gut beschrieben, wie paradox die Verwendung des Begriffs „natürliches Make-up“ ist.
Trotzdem sieht man Frauen in Musikvideos und anderen Medien in der Regel nicht ungeschminkt.
Sharon Van Etten ist eine tolle Musikerin, dafür braucht sie kein Make-up und kein Styling. Ich will hier nicht das Wort Authentizität gebrauchen, denn es geht mir nicht darum zu sagen, wie „echt“ sie dadurch wirkt (schließlich kann ja auch die Ungeschminktheit eine Strategie sein). Aber es tut gut eine ungeschminkte Frau im Schlabbershirt zu sehen, die ihre Musik präsentiert und damit erfolgreich ist 🙂

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